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Es ist mittlerweile zur vorweihnachtlichen Tradition geworden, dass die Jugendfeuerwehren des Landkreises Altötting, ein paar Tage vor Heilig Abend, das Friedenslicht von den österreichischen Kameraden empfangen. Vergangenen Mittwoch war es wieder so weit, als sich gegen 19 Uhr ein Fackelzug vom Burghauser Stadtplatz über die Alte Grenzbrücke nach Österreich in Bewegung setzte.

In aller Stille warteten dort die Jugendfeuerwehren aus den Abschnitten Wildshut, Mattighofen und Braunau, angeführt von OBR Josef Kaiser, Hochburg-Achs Bürgermeister Josef Reschenhofer, und weiteren Vertretern des Abschnittfeuerwehrkommandos, auf den Fackelzug aus Deutschland. Dieser kam unter Klängen der Musikkappelle St. Georg näher und wenig später setzte sich auch das Friedenslicht, das in der kleinen Laterne von Bernhard Frankhauser (FF Hochburg) und Christian Hillimeier (FF Überackern) brannte, nun vereint mit den österreichischen Kameraden, in Bewegung, zurück an den Burghauser Stadtplatz. Tausende Lichter der Burghauser Weihnacht illuminierten den Stadtplatz und die darüber thronende Burganlage bot eine Kulisse, wie sie stimmungsvoller nicht sein hätte können. Der Teleskopmast der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Burghausen war als Bühne in Stellung gegangen und wurde bald darauf von kirchlichen und weltlichen Vertretern zur feierlichen Übergabe des Friedenslichtes bestiegen. Kreisjugendwart Rupert Maier freute sich, wieder auf einen, mit Nachwuchskräften aus den Jugendfeuerwehren des ganzen Landkreises, gut gefüllten Stadtplatz blicken zu dürfen. Bezirksfeuerwehrkurat Mag. Leon Sereisky und Feuerwehrpfarrer Michael Brunn stellten die Friedensbotschaft, des in der Geburtsgrotte Christi entzündeten Lichtes, in ihrem geistlichen Teil heraus. Die folgenden Grußworte von Altöttings Landratstellvertreter Stefan Jetz und Burghausens Drittem Bürgermeister Norbert Stranzinger wurden von jenem Thema beherrscht, das die Tage zuvor die Medien bestimmte und viele Menschen bewegte: Dem Terroranschlag von Berlin. "Gerade deshalb ist es umso wichtiger, mit dem heutigen Abend ein Zeichen für den Frieden zu setzen und für unsere weihnachtliche Tradition einzustehen", so Stranzinger.

Im Anschluss daran empfingen die beiden Jugendsprecher des Landkreises Altötting, Andreas Maier und Muhammed Ali Can, das Friedenslicht. Von dort aus fand es schnell seinen Weg in die Laternen der Bevölkerung und in die umliegenden Kirchen. Die Jugendgruppe der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Burghausen brachte das Licht bspw. in die nahe gelegene Pfarrkirche St. Jakob. Auch in den anderen Städten und Gemeinden des Landkreises brachten die Jugendlichen das Licht in Kirchen und Pflegeeinrichtungen, oder übergaben es sogar im Rahmen der Christmette an die Kirchengemeinde.