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Sparziergängern, die regelmäßig durch den Burghauser Stadtpark flanieren, dürfte es schon aufgefallen sein. Der Maibaum ist weg! Mitglieder der Feuerwehr und der beiden Trachtenvereine Almenrausch-Lindach und Salzachtaler Stamm haben diesen am vergangenen Samstagvormittag umgelegt.

Am 1. Mai wird dort ein neuer Maibaum aufgestellt und bis dahin müssen die handbemalten Zunfttafeln restauriert werden. Für Aufsehen sorgte schon das Umlegen, denn um die knapp 30 Meter messende Fichte sicher zu Boden lassen zu können, war der Einsatz eines Baggers und des Teleskopmastes der Feuerwehr nötig. Während letztes Jahr ein Maibaum in Raitenhaslach aufgestellt wurde, ist in diesem Jahr wieder die Stadt Burghausen dran. "Burghausen und Raitenhaslach wechseln sich mit dieser bayerischen Tradition ab, um nicht in Konkurrenz zueinander zu treten und Abwechslung für die Bevölkerung zu bieten", erklärte Stefan Niedermeier als Vorstand des Trachtenvereins Almenrausch-Lindach. Dieses Jahr ist also Burghausen dran und die letzten zwei Jahre, wo der stolze Baum Wind und Wetter trotzte, hinterließen durchaus Spuren. Vor allem die handbemalten Zunftschilder aus Metall müssen restauriert werden. Dies erledigen die Mitglieder der beiden Trachtenvereine und der Feuerwehr, welche das Maibaumaufstellen in Burghausen ausrichten. Im Mai sollen erstmals zwei zusätzliche neue Tafeln den Maibaum zieren, welche aktuell angefertigt werden. "Die neuen Tafeln zeigen das Wappen der Feuerwehr und des Trachtenvereins", erklärt Feuerwehr-Vorstand Thomas Lindner. Bisher war man hier nicht abgebildet, obwohl man den Baum schon jahrzehntelang gemeinsam aufstellt. Erfreulich ist, dass das traditionelle Maibaumaufstellen bei der Bevölkerung immer mehr Zuspruch findet. Im Jahr 2015 durfte man trotz Dauerregen über 2.000 Besucher begrüßen und diese aufgrund des schlechten Wetters in der Messehalle bewirten. Natürlich hoffen die Verantwortlichen in diesem Jahr auf besseres Wetter, um den Gästen im Grün des Burghauser Stadtparks eine einmalige Atmosphäre bieten zu können. Da das Wetter allerdings zu den wenigen Faktoren gehört, die man nicht planen kann, gibt es auch einen Plan B. Bei Regen steht wieder die Messehalle offen. Diese wird extra frühzeitig für die Mai Wies'n dekoriert, um hierhin ausweichen zu können.