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Gigantisch oder phänomenal, überwältigend oder herzergreifend; suchen Sie sich einen Superlativ aus, denn so ziemlich jeder, den die deutsche Sprache zu bieten hat, trifft auf das diesjährige Maibaumaufstellen zu.

Dass man am 1. Mai wohl Glück mit dem Wetter haben wird, zeichnete sich nach einer Schlechtwetterperiode mit Schnee, Regen und gen Nullpunkt gehenden Temperaturen ab, aber dass die Verhältnisse derart traumhaft sein werden, wagte sich keiner der Organisatoren zu erträumen. Bei Temperaturen um die 20 °C, strahlendem Sonnenschein, und einem weiß-blauen Bayernhimmel, wie aus dem Bilderbuch, setzte sich der Festzug pünktlich um 11 Uhr in der Robert-Koch-Straße Richtung Stadtpark in Bewegung. Der Stabführer der Lindacher Blaskapelle führte den Zug mit klingendem Spiel und den Mitgliedern von Trachtenverein und Feuerwehr im Gefolge dem Festgelände am Lindenheim näher. Ein prachtvolles Pferdegespann, welches den rund 30 Meter messenden Maibaum nach sich zog, krönte den Tross. Neben allerlei Kulinarik und frisch Gezapftem luden die Lindacher Blaskapelle und zahlreiche Vereinsgruppen der Trachtler mit ihren Aufführungen zum Verweilen im herrlichen Grün ein.

Blickfang war natürlich der Maibaum, welcher sich mit fortschreitender Zeit immer mehr in die Senkrechte bewegte. Dies von reiner Muskelkraft nach traditioneller Art mit Holzschwaiberl. Zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr, engagierte Bürger und sogar Stadtpfarrer Erwin Jaindl hieften den Baum unter dem Kommando von Ludwig Staudhammer Zentimeter um Zentimeter nach oben. Schirmherr und Bürgermeister Hans Steindl zeigte sich begeistert. "Was die Vereine mit dieser Veranstaltung wieder auf die Beine gestellt haben verdient aller höchsten Respekt. Der Stadtpark wird zu einem Park der Bürger und der Maibaum passt perfekt in die Stadtmitte, unweit des Feuerwehrhauses und des Lindenheims", so Steindl. Nach rund drei Stunden war der Baum aufgestellt und der Gästezuspruch riss nicht ab. "Wir haben ca. 4.000+ Gäste auf dem Festgelände und rund 70 ehrenamtliche Helfer von Trachtenverein und Feuerwehr an den Verkaufsständen im Einsatz, um den Zustrom bewältigen zu können", informierte Trachtenverein-Vorstand Stefan Niedermeier.

Zufrieden und bewegt zeigte sich auch Thomas Lindner als Vorsitzender der Feuerwehr. "Es gilt bereits jetzt danke zu sagen. Natürlich bei der Bevölkerung für den überragenden Zuspruch, allerdings auch bei unseren eigenen Leuten", erzählt Lindner. Er spielt damit auch auf Arbeit an, die Tage und Wochen vorher im Verborgenen geschehen ist. Neben verschiedenen Besprechungen, dem Anfertigen der Maibaumtaferl, dem Umlegen des alten Maibaums und dem Herrichten des neuen Maibaums könnte man noch viele weitere Dinge aufzählen. "Wenn es drauf ankommt, sind unsere Leute da. Trachtenverein und Feuerwehr sind mittlerweile als Organisatoren ein Erfolgsgarant für Veranstaltungen, von denen die gesamte Bevölkerung profitiert", erzählt Lindner stolz weiter. Auch Matthäus Renner, welcher den Baum gestiftet hat, zeigte sich zufrieden. "Das Brauchtum lebt, das zeigt die heutige Veranstaltung".

Den Organisatoren von Feuerwehr und Trachtenverein ist es ein Anliegen, danke zu sagen. Um eine derartige Großveranstaltung auf die Beine stellen zu können, ist eine Vielzahl von Unterstützern und Gönnern nötig. "Wir können uns glücklich schätzen, dass wir von so vielen Seiten vorbildliche Unterstützung erhalten. Als Beispiel seien nur das Fuhrunternehmen Staudhammer oder der städtische Bauhof genannt", erklärt Trachtenverein-Vorstand Stefan Niedermeier. Die Riege der Unterstützer geht allerdings noch viel weiter und allen Nicht-Genannten sei ein ebenso herzlicher Dank ausgesprochen. Brauchtum verbindet, lebt und macht stolz. Feuerwehr und Trachtenverein sagen "Vergelt's Gott" und freuen sich bereits heute auf die nächste gemeinsame Veranstaltung.