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Seit etwa einer Woche ist der Einsatzleitwagen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Burghausen nun mit einer zukunftsweisenden Kommunikationstechnologie ausgestattet.

Bereits am 4. Oktober 2016 startete im Zuständigkeitsbereich der Integrierten Leitstelle Traunstein der Echtbetrieb des Digitalfunks. Dieser bietet neben einer besseren Sprach- und Empfangsqualität eine verbesserte Abhörsicherheit, ermöglicht Einzel- und Gruppenkommunikation und kann mit zahlreichen weiteren Vorteilen aufwarten, die bei der funktechnischen Bewältigung eines Einsatzes eine erhebliche Verbesserung im Vergleich zum in die Jahre gekommenen Analogfunk bieten. Bei der Umrüstung des Einsatzleitwagens beschritt die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Burghausen mit Kommandant Franz Haringer einen zukunftsweisenden Weg. Das Führungsfahrzeug ist die zentrale Schnittstelle der Kommunikation an der Einsatzstelle, aber auch zur Integrierten Leistelle und anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Der Umbau musste somit wohlüberlegt sein und unter der Federführung von Funkbeauftragten Christian Kraus und den Kommandanten entschied man sich für das integrative System "LARDIS". 

Neben vier Fahrzeugfunkgeräten (MRT) stehen nun auch sechs Handfunkgeräte (HRT) zur Verfügung. Die LARDIS Soft- und Hardware verbindet als integratives System mit Touch-Bedienung die vier MRT und bietet eine Einsatznavigation mit Kurzzeitspeicher zur Dokumentation des kompletten Funkverkehres. Der vordere Arbeitsplatz wurde mit Einsatznavigation und Touch-Funkbedienung ausgestattet. Die Bedienung oder Funkbesprechung kann also über drei verschiedene Möglichkeiten erfolgen. Entweder über Touch und Schwanenhalsmikrofon, über Handapparat oder über Headset mit PTT. Alle drei Möglichkeiten führen zum selben Ergebnis. Ein Bedarfsarbeitsplatz steht über einen mit einem Netzwerk verbundenen Laptop mit Headset und PTT zur Verfügung. Diese Bedienart funktioniert in Verbindung von Headset und Fußtaster (PTT).

Im Zuge des Feuerwehrhausumbaus wird auch die Zentrale in Burghausen neu gestaltet. Dann kann der Einsatzleitwagen über ein Netzwerk mit der Zentrale verbunden werden und alle Fahrzeugkommunikationsgeräte können sowohl der Zentrale in Burghausen, als auch dem Einsatzstab für Großschadenslagen zur Verfügung gestellt werden. Der Einsatzleitwagen ist das erste im Landkreis Altötting mit derartiger Kommunikationstechnologie ausgerüstete Fahrzeug im Echtbetrieb. Der Umbau wurde durch den Dienstleister Abel & Käufl Mobilfunkhandels-GmbH aus Landshut durchgeführt. Fünf Kameraden überführten das umgebaute Fahrzeug vergangenen Mittwoch unter der Federführung von Kommandantenstellvertreter Florian Hobmeier und Funkbeauftragten Christian Kraus nach Burghausen. Der Einsatzleitwagen kann nun als Führungsfahrzeug alle Vorteile des Digitalfunks mit den verbauten Komponenten voll ausschöpfen und ermöglicht eine moderne Kommunikation, Steuerung und Dokumentation aller Einsätze.

Veröffentlichung der Fotos IMG_1006, IMG_1007 und IMG_1008 mit freundlicher Genehmigung der Abel & Käufl Mobilfunkhandels-GmbH.