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Ein Betriebsunfall mit einer eingeklemmten Person war das angenommene Szenario der Zugübung aus dem Bereich der technischen Hilfeleistung am vergangenen Montag.

Auf dem Betriebsgelände eines Burghauser Fuhrunternehmens war es zu dem Unfall gekommen, mit welchem die Feuerwehr jederzeit auch im Einsatzgeschehen konfrontiert sein kann. Ein LKW transportierte in einem absetzbaren Container einen Kleintransporter. Beim Versuch, das transportierte Fahrzeug rückwärts aus dem Container zu rangieren, kam es zu dem verhängnisvollen Zwischenfall. Eine hinter dem Fahrzeug stehende Person wurde von dem Kleintransporter angefahren und unter der Hinterachse eingeklemmt. Da ein Defekt an der Handbremse angenommen wurde, konnte der Fahrer keine Hilfe leisten und musste mit dem Fuß auf dem Bremspedal im Fahrzeug verharren, um die Person nicht zu überrollen. Dies hat den Beifahrer in der Kabine des LKW, welcher den Vorfall beobachtet hatte, in eine psychische Ausnahmesituation versetzt. Aufgrund dieser brach er in der Fahrzeugkabine zusammen und war ebenso der Hilfe der Rettungskräfte bedürftig. Der ersteintreffende Einheitsführer der Feuerwehr erkundete die Lage und koordinierte die nachrückenden Kräfte des Rüstzuges. Der Beifahrer des LKW wurde von der Besatzung des Tanklöschfahrzeuges in der Fahrzeugkabine auf ein Rettungsbrett gelagert und mit diesem gerettet. Heikler gestaltete sich die zweite Personenrettung unter dem Kleintransporter. Um ein weiteres Zurückrollen des Fahrzeuges zu verhindern, wurde es mit einem Spanngurt am Container gesichert. Mit pneumatischen Hebekissen gelang es, den Transporter anzuheben und sicher zu unterbauen. Die Person war frei und konnte ebenso gerettet werden.

Übungsorganisator Andreas Spindler hatte mit einfachen Mitteln ein doch anspruchsvolles Szenario geschaffen und resümierte bei der Nachbesprechung gemeinsam mit allen eingesetzten Kräften. Kommandant Franz Haringer verfolgte die Übung in seiner Rolle als Kreisbrandinspektor. "Der Übungsablauf war vorbildlich, die Hilfeleistung effektiv, wobei es immer marginale Ansatzpunkte für Verbesserungen gibt", so Haringer. Großes Lob erntete Andreas Spindler für die Organisation und qualifizierte Begleitung der Übung von allen Beteiligten.

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Burghausen dankt dem Fuhrunternehmen Staudhammer herzlich für die Übungsmöglichkeit und die fortwährende, stets vorbildliche, Unterstützung der Feuerwehr!