• Freitag: 16.01.2013; 16:00 Uhr
  • Ort: B20
  • Fahrzeuge: 11/1, 40/1, 61/1, 23/1, 47/1, 55/1
  • Mannschaft: 36

 

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Gegen 16:00 Uhr wurden die Feuerwehren aus Marktl, Marktlberg, Niedergottsau, Alzgern, Burghausen und Vertreter der Kreisbrandinspektion zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesstraße 20, zwischen Marktl und Burghausen, auf Höhe des Schützinger Parkplatzes mit folgender Einsatzmeldung von der ILS Traunstein alarmiert:

VU LKW, LKW gekippt, zwei PKW unter LKW begraben.

Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Burghausen stellte sich die Lage als unübersichtlich, vor allem auf die große Entfernung, der beteiligten Fahrzeuge dar.

Ein Sattelzug lag auf der rechten Seite quer über der Fahrbahn und vor diesem direkt ein VW-Bus, der stark deformiert war. Im Straßengraben lag ein SUV, der fast unter der Zugmaschine eingeklemmt worden ist. Weiter wurden nach dem LKW in Fahrtrichtung Marktl zwei weitere Fahrzeuge beschädigt vorgefunden.

Alle beteiligten Personen konnten sich selbständig aus ihren Fahrzeugen befreien und wurden von den zahlreich alarmierten Rettungsdiensten bereits medizinisch versorgt. Als erste Maßnahme wurde vom Einsatzleiter die B 20 zwischen Marktl und Burghausen voll gesperrt und eine Umleitung veranlasst. Der Brandschutz wurde mit einem handgeführten Rohr sichergestellt.

Bei der weiteren Erkundung stellte sich heraus, dass der Treibstofftank stark beschädigt wurde und dabei der gesamte Inhalt in die Wiesenfläche ausgelaufen ist. Der LKW war mit Reiskochern, acht Big Bags mit PVC Granulat und Kunststoffkleingebinden beladen, die als umweltgefährlich und reizend deklariert wurden. Einige dieser Gebinde wurden beschädigt und der Inhalt lief aus.

Zur Unterstützung, in Fragen des Umweltschutzes und Gefahrgut, wurde das Landratsamt Altötting, ein spezialisierter Einsatzzug der Polizei und die Werkfeuerwehr der  Fa. Wacker Chemie AG in Rahmen von TUIS alarmiert. Von dem Einsatzzug der Polizei konnte sehr schnell, bezüglich des Gefahrguts Entwarnung gegeben werden, womit TUIS nicht mehr benötigt wurde. Das Landratsamt ordnete einen Erdaushub wegen dem ausgelaufenen Diesel am nächsten Tag an.

Von der Feuerwehr Burghausen wurden alle beteiligten Einsatzkräfte mit Warm- und Kaltgetränken und einer warmen Brotzeit versorgt.

Ein angefordertes Bergeunternehmen stellte mehrere leere Abrollbehälter zur Verfügung, damit die nicht beschädigte Ware umgelagert werden konnte. Einige der Big Bags, die mit PVC Granulat gefüllt waren, sind durch den Unfall aufgerissen. Durch die Deformierung des Aufliegers gestaltete sich die Bergung der Großgebinde als sehr kompliziert. Deswegen wurde über die ILS Traunstein und zeitgleich über die Feuerwehreinsatzzentrale der Werkfeuerwehr der Wacker Chemie AG ein Saugfahrzeug angefordert.

Ein im Landkreis AÖ ansässiges Unternehmen konnte ausfindig gemacht werden, das mit einem geeigneten Fahrzeug die Einsatzkräfte vor Ort mit einem geeigneten Sonderfahrzeug unterstützte.

Nach dem die Ware geborgen worden ist, konnte das Bergeunternehmen mit dem Aufstellen des Sattelzuges beginnen, dabei wurde ein Kran und ein spezielles Bergefahrzeug eingesetzt. Nach der Bergung und dem fachgerechten Abtransport wurde die Stelle, an der der Treibstoff ausgelaufen war, unter Aufsicht der Landratsamtes mit einer Plastikfolie vor weiteren Umwelteinflüssen abgedeckt. Die Straßenmeisterei reinigte die Einsatzstelle großflächig und gegen Mitternacht wurde die B 20 für den Verkehr freigegeben.

Die Feuerwehr Burghausen war mit 11/1, 40/1, 61/1, 23/1, 47/1, 55/1 mit 36 Mann (SB) im Einsatz.

Zum Unfallhergang (Quelle PNP, 17.01.13)

Eine Autofahrerin, aus Richtung Burghausen kommend, ist mit ihrem Kleinwagen aus noch ungeklärten Umständen beim Parkplatz Schützing auf die Gegenfahrbahn gelangt und mit einem slowenischen Sattelschlepper kollidiert. Infolge des Zusammenpralls wurden zwei weitere Fahrzeuge, ein Porsche Cayenne und ein VW Transporter, in den Unfall verwickelt. Denn der Sattelschlepper geriet auf der schneeglatten Fahrbahn ins Rutschen, stellte sich quer und prallte gegen die beiden nachfolgenden Fahrzeuge. Danach kippte der Sattelschlepper um.

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