• Freitag, 18.08.2017 / 22:19 Uhr bis Samstagabend, 19.08.2017
  • Ort: Gesamtes Stadtgebiet
  • Fahrzeuge: Mehrzweckfahrzeug (11/1), Einsatzleitwagen (12/1), Mannschaftstransportwagen (14/1), Tanklöschfahrzeug (20/1), Teleskopmast (33/1), Löschgruppenfahrzeug (40/1), Mittleres Löschfahrzeug (47/1), Gerätewagen (55/1), Rüstwagen (61/1)
  • Mannschaft: alle verfügbaren Kräfte
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Für großflächige Schäden sorgte das Unwetter, das am vergangenen Freitagabend über Burghausen hereinbrach.

Um 22:19 Uhr sollte eine bis in den Samstagabend anhaltende Einsatzserie ihren Lauf nehmen, als die Brandmeldeanlage der Burghauser Kreisklinik, vermutlich aufgrund unwettertechnischer Einflüsse, auslöste. Nachdem dieser Fehlalarm von den Kräften der Feuerwehr abgearbeitet wurde, zeichnete sich bereits die großflächige Schadensausbreitung über das ganze Stadtgebiet ab, welche vor allem durch starken Wind verursacht wurde. Im Minutentakt gingen die Notrufe ein und sorgten in Kürze dafür, dass alle verfügbaren Feuerwehrkräfte zur Hilfeleistung ausrückten. Vor allem galt es, öffentliche Straßen von umgefallenen Bäumen frei zu räumen und die Rettungswege, auch für andere Hilfsorganisationen, sicher zu stellen. An weniger kritischen Stellen wurden der städtische Bauhof und Gewerbetreibende zur Unterstützung angefordert. Bis etwa drei Uhr wurden an 31 Einsatzstellen umgestürzte Bäume beseitigt.

Bei Tagesanbruch am Samstag setzte eine erneute Einsatzwelle ein, da viele Schäden erst bei Tageslicht bemerkt wurden. Abgedeckte Dächer und Hausfassaden, sowie weitere umgestürzte Bäume forderten die Einsatzkräfte bei elf weiteren Einsätzen. Als besonders neuralgisch erwies sich die Bahnstrecke nach Mühldorf, auf welche innerhalb des Stadtgebietes mehrere Bäume gestürzt waren. Der Zugverkehr musste deshalb am Samstagvormittag für einige Stunden ruhen, ehe das Gleis von Kräften der Feuerwehr geräumt und der Betrieb in enger Abstimmung mit dem Notfallmanager der Deutschen Bahn wieder aufgenommen werden konnte. Erst gegen Samstagabend entspannte sich die Situation und es gingen keine neuen Mitteilungen über Unwetterschäden mehr ein. Bis dahin sollten es rund 45 Einsätze gewesen sein, die von den Ehrenamtlichen abgearbeitet wurden. „Wir waren vor allem in der Nacht auf Samstag mit allen verfügbaren Kräften und nahezu dem kompletten Fuhrpark im ganzen Stadtgebiet zur Hilfeleistung ausgerückt; teilweise nah an unserer Leistungsgrenze“, erklärt Kommandant Franz Haringer abschließend.